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Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 09. September

Am 09. September jeden Jahres findet seit nunmehr über 20 Jahren der internationale Tag des alkoholgeschädigten Kindes statt, um über die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft aufmerksam zu machen. Auch das Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) widmet sich seit Jahren diesem Thema und konnte in dieser Woche erneut eine weitere Fortbildung für Hebammenschülerinnen des cts SchulZentrums Saarbrücken starten. Darin werden  die Folgen des Substanzkonsums in der Schwangerschaft und Stillzeit, insbesondere Alkohol, besprochen sowie Methoden der motivierenden Gesprächsführung vermittelt. Ziel ist es, dass die Hebammen ihre Patientinnen umfänglich aufklären können und gleichzeitig optimal auf den Verzicht des Substanzkonsum hinwirken und unterstützen können. Derzeit werden 22 Hebammenschülerinnen in 1,5 Tagen fortgebildet.

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu lebenslangen Beeinträchtigungen des Kindes führen. Dabei spricht man von der sog. Alkohol Spektrumstörung (Fetal Alcohol Spectrum Disorder - FASD). FASD zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland. Das LPH setzt daher von Anfang an auf Aufklärung. Dazu wurden umfangreiche Informationsmaterialien erstellt, die stetig fortentwickelt werden. Diese werden insbesondere an gynäkologische Arztpraxen kostenfrei zur Verbreitung ausgegeben. Zudem findet jährlich eine Sommertour durch alle Landkreise und dem Regionalverband statt, um die breite Bevölkerung über die Auswirkungen von Substanzkonsum in der Schwangerschaft, insbesondere Alkohol und Nikotin, zu informieren. Auch in diesem Jahr konnte die Sommertour in jeder Kreisstadt und der Landeshauptstadt erfolgreich stattfinden. Zudem ist das LPH gemeinsam mit dem Caritasverband Schaumberg-Blies e.V., vertreten durch die Beratungsstelle „Die Brigg“ sowie der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin, Mitbegründer einer AG FASD, die sich mit den Themen Diagnostik, Beratung und Behandlung, aber auch Prävention im Saarland beschäftigt.

Jasmin Arnold

Hanspeter-Hellenthal-Straße 68
66386 St. Ingbert